06.01.2007

Nachrichtenarchiv 07.01.2007 00:00 Kirchliche Kleiderkammern immer mehr genutzt

Kleiderkammern von sozialen und kirchlichen Hilfsorganisationen werden im Zuge von Hartz IV von immer mehr Geringverdienern genutzt. Die Mitarbeiter in der Kleiderkammer der Kölner Diakonie bemühen sich, auch die Würde ihrer Kunden zu wahren. "Wer zu uns kommt, dem soll man beim Herausgehen nicht ansehen, dass er in einer Kleiderkammer war", erklärt ein Sprecher der Einrichtung.  Die Kleiderkammer kann sich nicht allein auf Textilspenden aus Privathaushalten verlassen. Das Diakonische Werk gibt jährlich mehrere tausend Euro dazu, damit vor allem die begehrte Unterwäsche oder Socken angeschafft werden können. Die Kleiderkammer war zunächst für Wohnungslose gegründet worden, inzwischen machen nach Angaben der Diakonie "Hartz IV"-Bezieher zwei Drittel der Kundschaft aus.