27.12.2006

Nachrichtenarchiv 28.12.2006 00:00 Ahmadinedschad schreibt an den Papst

Irans Staatspräsident Achmadinedschad hat sich mit einem Brief an Papst Benedikt XVI. gewandt. Außenminister Mottaki übergab das Schreiben im Vatikan . Anlass des Treffens, an dem auch der iranische Vizepräsident Isfandiar Mashai teilnahm, war die Aufnahme gegenseitiger diplomatischer Beziehungen vor 50 Jahren. Über den Inhalt des Briefes machte der Vatikan keine Angaben. Auf iranischer Seite hieß es, es handle sich nicht um politische, sondern um religiöse Ausführungen. Über eine Botschaft Ahmadinedschads an den Papst war bereits im Sommer spekuliert worden. Mottaki habe dem Papst bei dem Treffen zum Bestehen der diplomatischen Kontakte seine Glückwünsche und seine Anerkennung ausgesprochen, heißt es in dem Kommunique weiter. Benedikt XVI. habe die Grüße erwidert und betont, dass der Heilige Stuhl seinen Einsatz für Frieden in der Welt nicht als politische, sondern als religiöse und moralische Macht ausübe. Er wende sich dabei an das Gewissen, damit die Probleme der Völker stets im Dialog, in gegenseitigem Verständnis und in Frieden gelöst würden.