22.12.2006

Nachrichtenarchiv 23.12.2006 00:00 Lage der Christen im Irak dramatisch

Das UN-Flüchtlingshochkommissariat schätzt die Lage der Christen im Irak mittlerweile als dramatisch ein. Die Häufigkeit von Anschlägen und Entführungen in den vergangenen Monaten lasse auf eine gezielte Kampagne gegen die Christen schließen. Das betonte der Sprecher des UNHCR, Roland Schönbauer. 44 Prozent aller irakischen Flüchtlinge seien Christen. Auch dies weise auf eine gezielte Verfolgung hin. Insgesamt schätzt das UNHCR die Zahl der Vertriebenen in die Nachbarländer des Irak auf etwa 1,8 Millionen. Davon seien allein 700.000 nach Jordanien und 600.000 nach Syrien geflohen.