13.12.2006

Nachrichtenarchiv 14.12.2006 00:00 Menschenrechtsrat will Zustände in Dafur untersuchen

Im Streit um die Haltung der Staatengemeinschaft zum Darfur-Konflikt hat der UN-Menschenrechtsrat die Entsendung einer Untersuchungskommission in die westsudanesische Region beschlossen. Der 47 Länder umfassende Rat fällte die Entscheidung am Mittwoch in Genf. Gleichzeitig scheiterten die EU-Staaten bei ihrem Vorstoß, die sudanesische Regierung für die Menschenrechtsverletzungen in Darfur scharf zu verurteilen. Auf Grund des Widerstands afrikanischer Länder drückte der Rat lediglich seine Besorgnis über die Lage aus. Bereits im November war ein Vorstoß der EU zu einer eindeutigen Verurteilung der Gräueltaten gescheitert. Menschenrechtsorganisationen kritisierten, das Gremium riskiere seine Glaubwürdigkeit. Seit Ausbruch des Konflikts in Darfur 2003 wurden nach UN-Angaben zwei Millionen Menschen vertrieben. Rund 200.000 Menschen kamen ums Leben. Die sudanesische Regierung lehnt bislang eine UN-Truppe ab. Den 7.000 Mann starken Einheiten der Afrikanischen Union gelang es bisher nicht, die Gewalt zu stoppen.