09.12.2006

Nachrichtenarchiv 10.12.2006 00:00 Papst: Gott nicht aus jedem Lebensbereich verbannen

Papst Benedikt XVI. hat die Rolle von Religionen gegenüber dem säkularen Staat verteidigt. Bei einem Treffen mit italienischen Juristen kritisierte er Versuche, Gott aus jedem Bereich des Lebens zu verbannen. Der Ausschluss von Religion bedrohe die Grundlagen des menschlichen Zusammenlebens, die noch vor einer sozialen und politischen Ordnung in der Moral lägen. Hier habe die Kirche eine Pflicht, sich zu äußern. Zugleich gebe es eine legitime Autonomie des Staates, in die sich die Kirche nicht einmischen dürfe. Nachdrücklich verurteilte der Papst einen falschen Laizismus, der jede politische und kulturelle Relevanz von Religion bestreitet. Der Begriff Laizität habe ursprünglich nur den Stand des Nicht-Klerikers bezeichnet. Erst in der Moderne habe er die Bedeutung des Ausschlusses der Religion und ihrer Symbole aus dem öffentlichen Leben angenommen, so der Papst-