08.12.2006

Nachrichtenarchiv 09.12.2006 00:00 Kardinal Meisner verteidigt Verbot mulitreligiöser Feiern

In der Debatte um multireligiöse Feiern an Schulen hat  Kölns Kardinal Joachim Meisner sein Verbot verteidigt. In der "Bild"-Zeitung sagte Meisner, Kinder seien mit multireligiösen Feiern überfordert. Sie hätten einen Anspruch darauf, ihren Glauben unvermischt kennen zu lernen. Der Kardinal wandte sich zugleich gegen den Vorwurf, durch seine Anweisungen würden Muslime diskriminiert. "Im Gegenteil: Es ist ein Zeichen, dass ich ihre Religion ernst nehme", sagte der Kölner Erzbischof.Unterstützung erhielt der Kardinal am Freitag vom Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz für den interreligiösen Dialog, Weihbischof Hans-Jochen Jaschke. Allerdings sollten multireligiöse Feiern an Schulen nach seiner Ansicht im Einzelfall möglich sein, sagte der Hamburger Weihbischof. Die katholischen Religionslehrer an Gymnasien im Erzbistum Köln und der Zentralrat der Muslime in Deutschland kritisierten die Richtlinie des Kardinals.