29.11.2006

Nachrichtenarchiv 30.11.2006 00:00 Helfer: Darfur-Krise destabilisiert Region

Hilfsorganisationen haben angesichts der Konflikte in Sudans Krisenprovinz Darfur und den Nachbarländern vor einer Destabilisierung der ganzen Region gewarnt. Allein in der Zentralafrikanischen Republik seien rund 150.000 Menschen vor den Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Rebellen auf der Flucht. Das sagte der Sonderberater des Kinderhilfswerks UNICEF, Ibrahim Fall, in Genf. Nach Angaben von "Ärzte ohne Grenzen" verschlechtert sich die Lage der Flüchtlinge dort und im Südosten des Tschad. Wegen des schlechten Wetters und anhaltenden Kämpfen könnten Teile des Tschad nicht mit medizinischer Hilfe versorgt werden. Es komme auch zu Massakern an der Zivilbevölkerung. In der Zentralafrikanischen Republik brandschatzten Regierungstruppen Dörfer, weil sie die Einwohner der Zusammenarbeit mit den Rebellen verdächtigten, so der UNICEF-Mitarbeiter. Möglicherweise erhielten die Aufständischen Unterstützung aus dem Sudan und dem Tschad.