26.11.2006

Nachrichtenarchiv 27.11.2006 00:00 Sudan-Sonderbeauftragter gegen UNO-Truppen in Dafur

Der UNO-Sonderbeauftragte für den Sudan, Pronk, fordert mehr Engagement der Weltgemeinschaft für die Krisenregion Darfur. So lange es in dem Konflikt keine Lösung gebe, werde die Welt "noch mehr Opfer sehen, noch mehr Leid". Das sagte Pronk in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung". Die internationale Gemeinschaft sei viel zu sehr auf die geplante Stationierung einer UN-Truppe fixiert. Die Truppe der Afrikanischen Union in Darfur könne ihre Aufgaben erfüllen. Sie brauche aber 17.000 statt 7.000 Mann und eine Milliarde US-Dollar pro Jahr. Das sagte der frühere niederländische Umweltminister. In Darfur kamen nach UN-Angaben seit Beginn eines Rebellenaufstands vor drei Jahren mehr als 200.000 Menschen ums Leben. Mehr als zwei Millionen Menschen sind geflohen.