25.11.2006

Nachrichtenarchiv 26.11.2006 00:00 Terrorismus-Experte Tophoven: Papst während der Reise stark gefährdet

Die Türkei wird für die bevorstehenden Reise von Papst Benedikt XVI. mehr Sicherheitsmaßnahmen treffen als für den Besuch von US-Präsident Bush. Das betonte der türkische Außenminister Gül in einem Interview der Tageszeitung "Corriere della Sera". Zu den Protesten in der Türkei gegen den Papst äußerte sich Gül gelassen. Minderheiten von Extremisten oder Randgruppen von Intoleranten gebe es überall, auch in den weiter fortgeschrittenen Demokratien, so der Außenminister. Dagegen erklärte der Direktor des Essener Instituts für Terrorismusforschung, Tophoven, der Papst sei während der Reise in besonderem Maß gefährdet. In der Türkei sei Benedikt XVI. "nach US-Präsident Bush die meistgefährdete Person", so Tophoven in einem Zeitungsbeitrag.