14.11.2006

Nachrichtenarchiv 15.11.2006 00:00 Kirchliche Hilfswerke kritisieren Bleiberechts - Kompromiss

Die kirchlichen Verbände Diakonie und Caritas haben den von SPD und CDU am Dienstag gefundenen Kompromiss zum Bleiberecht kritisiert. Eine Mindestaufenthaltsdauer von acht beziehungsweise sechs Jahren sei zu hoch. Die Flüchtlingsorganisation Pro Asyl forderte die Innenministerkonferenz auf, eine großzügige Bleiberechtsregelung zu beschließen. Das Bleiberecht dürfe nicht von einem dauerhaften Beschäftigungsverhältnis abhängig gemacht werden. Die neue Regelung sieht vor, dass Ausländer, die bislang in Deutschland nur geduldet waren, nach acht Jahren in Deutschland eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten sollen. Für Familien mit minderjährigen Kindern gilt eine Frist von sechs Jahren. In beiden Fällen müssen die Antragsteller ein festes Einkommen nachweisen.