07.11.2006

Nachrichtenarchiv 08.11.2006 00:00 Bischof Marx rügt Bruch des Kirchenasyls in Koblenz

Der Trierer Bischof Reinhard Marx hat das Vorgehen staatlicher Ordnungskräfte bei der Abschiebung einer kurdischen Familie aus dem Kirchenasyl in Koblenz kritisiert. Dabei habe sich der Staat gewaltsam über das von der Kirche gewährte Asyl hinweggesetzt. Bei der Beendigung des Kirchenasyls hätten die staatlich zuständigen Instanzen zwar innerhalb der staatlich vorgegebene Rechtsordnung gehandelt, räumte Marx ein. Die Missachtung des Kirchenraumes könne er aber nicht billigen. Am 31. Oktober waren Beamte in die katholische Kirche St. Peter in Koblenz-Neuendorf eingedrungen, um die seit über zehn Jahren in Deutschland lebende Familie abzuschieben.