28.10.2006

Nachrichtenarchiv 29.10.2006 00:00 Wahlen im Kongo haben begonnen

Unmittelbar vor der Stichwahl um die Präsidentschaft im Kongo am heutigen Sonntag hat die Deutsche Welthungerhilfe eine Verlängerung des europäischen EUFOR-Einsatzes über den Wahltag hinaus gefordert. Die Mission sei noch nicht erfüllt. Das sagte der zuständige Referent Dörken in Bonn. Erst wenn eine Regierung etabliert sei, dürften die Soldaten abziehen. Sonst drohe der Kongo in chaotische Zustände zurückzufallen, unter denen vor allem die Zivilbevölkerung leide. Die EU hat rund 2.000 Soldaten in das zentralafrikanische Land von der Größe Westeuropas entsandt. Aus Deutschland beteiligen sich rund 780 Soldaten. Die Wahlen sollen den Schlussstrich unter den Bürgerkrieg von 1998 bis 2003 ziehen, in dessen Verlauf etwa vier Millionen Menschen ums Leben kamen. Die katholische Kirche hat vor den Wahlen erneut zur Gewaltfreiheit aufgerufen. In der Hauptstadt Kinshasa hätten auf Anregung der Bischofskommission "Justitia et Pax" kirchliche Mitarbeiter mit Megafonen zu einem friedlichen Verhalten während und nach den Wahlen aufgerufen, teilten die Bischöfe mit.