24.10.2006

Nachrichtenarchiv 25.10.2006 00:00 Pax Christi: Weißbuch richtet den Blick einseitig auf das Militär

Die Friedensbewegung Pax Christi bescheinigt dem neuen Weißbuch der Bundesregierung zur Sicherheitspolitik schwere Defizite. Zu einer Außenpolitik der Versöhnung und zum Aufbau ziviler Friedensdienste leiste der Bericht keinen wesentlichen Beitrag. Der erweiterte Sicherheitsbegriff, den das Weißbuch benutze, habe eigentlich dazu gedient, die Politik entwicklungs- und sozialpolitisch auszurichten. Statt dessen werde der Begriff aber nun dazu missbraucht, den militärischen Auftrag auszuweiten und zu legitimieren. Die militärische Sicherung von Rohstoffen, Märkten und Transportwegen sei keine Abwehr von Bedrohung, sondern eine Aggression gegenüber weniger stark gerüsteten Volkswirtschaften, so Pax Christi.