24.10.2006

Nachrichtenarchiv 25.10.2006 00:00 Fall von Leichenschändung bei der Bundeswehr in Afghanistan

Die Bundeswehr-Führung hat mit Empörung und Abscheu auf die skandalösen Fotos reagiert, die deutsche Soldaten in Afghanistan bei der Schändung eines Toten zeigen. Konkret gibt es zwei Verdächtige: der eine ist noch Soldat, der andere nicht mehr. Beide Männer werden derzeit verhört. Verteidigungsminister Jung schließt strafrechtliche Konsequenzen nicht aus, sollten sich die Vorwürfe bestätigen. Er sagte, wer sich so verhalte, habe in der Truppe keinen Platz. - Die Bild-Zeitung hatte Fotos von Soldaten in Tarnanzügen veröffentlicht, die in verschiedenen Posen einen Totenschädel präsentieren. Die Fotos sollen vor rund drei Jahren in der Nähe von Kabul entstanden sein.