22.10.2006

Nachrichtenarchiv 23.10.2006 00:00 Steinbrück: Maßlosigkeit gefährdet die soziale Marktwirtschaft

Bundesfinanzminister Steinbrück (SPD) hat Teilen der Wirtschaft Maßlosigkeit vorgeworfen. Aufsichtsräte und Vorstände hätten die Proportionen und ihre eigene Vorbildfunktion nicht mehr im Blick. Das gehe ihm "gegen den Strich", so Steinbrück in der "Süddeutschen Zeitung. Gehaltserhöhungen um 30 Prozent wie bei Siemens, während zugleich die Angestellten ihre Arbeit verlören, ließen jede Sensibilität vermissen. Die Menschen seien zu schwierigen Anpassungen bereit. Aber wenn es keine Balance gebe, werde die Legitimation der sozialen Marktwirtschaft gefährdet, warnte Steinbrück.