22.10.2006

Nachrichtenarchiv 23.10.2006 00:00 Elfenbeinküste: Giftmüll-Opfer fordern zunächst zehn Mio Euro

Opfer der Giftmüllkatastrophe in der Elfenbeinküste haben gefordert, sie zunächst mit zehn Millionen Euro zu entschädigen. Der Anwalt von rund 1.000 Opfern forderte den holländischen Eigentümer des Mülls auf, das Geld als Vorschuss auf die endgültige Schadensersatzsumme zu zahlen. Das Schiff Probo Koala hatte im Auftrag des Handelskonzerns Trafigura giftigen Müll zur Elfenbeinküste transportiert. Dort war der Abfall in der Nähe von Wohnvierteln abgeladen worden. Zehn Menschen kamen nach Angaben der Behörden in der Metropole Abidjan ums Leben, Zehntausende mussten medizinisch behandelt werden.