15.10.2006

Nachrichtenarchiv 16.10.2006 00:00 Streit in Großbritannien ums Kopftuch

In Großbritannien verschärft sich der Streit um das islamische Kopftuch und andere religiöse Symbole. Der der Labour-Party angehörende Lord Ahmed warf führenden Politikern und Medien vor, Muslime zu dämonisieren. Dabei werde von wenigen gewaltbereiten Personen auf die gesamte Glaubensgemeinschaft geschlossen. Nach seiner Darstellung gibt es innerhalb der Muslime harte Debatten über den Extremismus und das Tragen des Kopftuches. Sie würden aber durch pauschale Beschimpfungen von außen erschwert. In der vergangenen Woche hatte sich der Führer der Labour Party im Unterhaus, Straw, gegen Kopftücher in der Öffentlichkeit ausgesprochen. Neuen Umfragen zufolge sind 53 Prozent der Briten der Meinung, dass Kopftuch und Schleier eine Barriere zwischen Muslimen und anderen Bürgern aufbauen.