13.10.2006

Nachrichtenarchiv 14.10.2006 00:00 amnesty warnt vor Einschränkung des Folterverbots

amnesty international und der Republikanische Anwaltsverein haben davor gewarnt, das absolute Verbot der Folter einzuschränken. Wie bedroht das Folterverbot sei, zeige das jüngst verabschiedete Anti-Terror-Gesetz in den USA. Das sagte die Generalsekretärin von amnesty-Deutschland, Barbara Lochbihler. Das US-Gesetz lasse nach wie vor Verhörmethoden zu, die als Folter und Misshandlungen zu werten seien. Dazu gehörten Schlafentzug, langandauernde laute Beschallung oder Dauerlicht. Die beiden Organisationen warfen Deutschland und der Europäischen Union erneut vor, für Menschenrechtsverletzungen im Namen der Terrorismusbekämpfung mit verantwortlich zu sein. - In Berlin beginnt heute eine internationale Fachtagung zum Thema "Das Folterverbot und der Kampf gegen Terror".