12.10.2006

Nachrichtenarchiv 13.10.2006 00:00 Bundesregierung initiiert Frühwarnsystem für vernachlässigte Kinder

Die Bundesregierung will ein Frühwarnsystem zur Rettung von vernachlässigten und misshandelten Kindern einrichten und dafür zehn Millionen Euro investieren. Sie reagiert damit auf den Tod des kleinen Kevin in Bremen. Das Zusammenspiel der staatlichen Behörden müsse dringend verbessert werden, sagte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen. Schon im November würden in den ersten fünf großen Städten in Norddeutschland entsprechende Systeme aufgebaut. Ein Kompetenzzentrum solle zudem die Modellprojekte in Ländern und Kommunen koordinieren, um überforderten Eltern frühzeitig umfassende Unterstützung zukommen zu lassen. - Bundesjustizministerin Zypries kündigte unterdessen in der "Berliner Zeitung" an, dass die Anfang des Jahres eingesetzte Arbeitsgruppe Kindeswohl bald Vorschläge vorlegen werden, wie die Zusammenarbeit aller beteiligter Stellen verbessert werden könne.