25.09.2006

Nachrichtenarchiv 26.09.2006 00:00 Papst erneuert Aufruf zum interreligiösen Dialog

Bei einer Begegnung mit muslimischen Diplomaten und Religionsführern hat Papst Benedikt XVI. entschieden zum Dialog zwischen den Religionen und zur Gewaltlosigkeit aufgerufen. Vom Gespräch zwischen Christen und Muslimen hänge "zum großen Teil unsere Zukunft ab", sagte der Papst gestern in Castelgandolfo. Die interreligiöse und interkulturelle Begegnung sei eine "Notwendigkeit, um gemeinsam die Welt des Friedens und der Brüderlichkeit aufzubauen". Der Papst betonte vor rund 40 diplomatischen und religiösen Vertretern, die Glaubensgemeinschaften müssten gemeinsam gegen jede Form von Intoleranz arbeiten und sich Gewalt entgegenstellen. Das etwa halbstündige Treffen wurde vom vatikanischen Fernsehen in Italien direkt übertragen. Mit der Begegnung setzte der Vatikan seine Bemühungen fort, die Lage nach den heftigen Protesten gegen den Regensburger Vortrag des Papstes vom 12. September zu beruhigen. An dem Gespräch nahmen die Botschafter und diplomatischen Gesandten von 21 Staaten sowie ein Repräsentant der Arabischen Liga teil. Auch die im italienischen Islamrat zusammengeschlossenen muslimischen Verbände waren eingeladen. Die Vatikanspitze war mit Kardinal-Staatssekretär Bertone, Innenminister Erzbischof Sandri sowie dem Präsidenten des Rates für interreligiösen Dialog, Kardinal Poupard, vertreten.