24.09.2006

Nachrichtenarchiv 25.09.2006 00:00 Schweiz: Kirchen besorgt über Verschärfung des Asylrechts

Das deutliche Ja der Schweizer zu einem strengeren Asylrecht ist beim Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) sowie bei Kirchen und linken Parteien auf Enttäuschung gestoßen. Bedenklich sei vor allem, dass Verfolgte ohne gültigen Pass in Zukunft kaum Chancen auf Asyl in der Schweiz hätten. Das beklagte das UNHCR gestern in Genf. Für die neuen Regeln im Asyl- und Einwanderungsrecht stimmten gestern Sonntag jeweils rund 68 Prozent der Wähler. Die neuen Asylregeln gehören nach einer Aufstellung des Berner Bundesamtes für Migration zu den strengsten in Europa. Vertreter der beiden großen Kirchen und der Israelitische Gemeindebund äußerten die Hoffnung auf eine "menschenwürdige" Anwendung der neuen Regeln. Man wolle die Umsetzung kritisch begleiten, hieß es.