14.09.2006

Nachrichtenarchiv 15.09.2006 00:00 Akten aus der Regierung von Papst Pius XI. freigegeben

Der Vatikan gibt weitere Puzzleteile zur Geschichte der katholischen Kirche und des Faschismus frei. Ab Montag sind die gesamten Aktenbestände aus der Regierung von Papst Pius XI. zugänglich. Dann werden Historiker die diplomatischen Tätigkeiten des Heiligen Stuhls in einem der schwierigsten Pontifikate des 20. Jahrhunderts ebenso lückenlos aufarbeiten können wie interne kirchenpolitische Entscheidungen. In die von Februar 1922 bis Februar 1939 dauernde Amtszeit fielen nicht nur die Anfangsjahre des Nationalsozialismus, sondern auch der Aufstieg des Faschismus in Italien und Spanien sowie der Beginn der Stalin-Ära. Mit der Materie vertraute Forscher bezweifeln aber, dass neue Studien wirklich Überraschendes über die Rolle der Kirche im Faschismus zu Tage fördern.