14.09.2006

Nachrichtenarchiv 15.09.2006 00:00 Bischof Huber fordert mehr Respekt in Ökumene

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Huber, hat seine Forderung nach einem stärkeren wechselseitigen Respekt der christlichen Kirchen bekräftigt. Dies sei unerlässlich für ökumenische Fortschritte, sagte er der "Rheinischen Post". Freundliche Gesten des Papstes würden zwar dankbar aufgenommen, aber trotzdem müsse es ganz klar sein, dass diese Fortschritte einen wechselseitigen Respekt zur Voraussetzung hätten. Huber bezog sich auf den Umstand, dass der Vatikan die evangelischen Kirchen nicht als vollwertige Kirchen anerkennt. Papst Benedikt XVI. und Kurienkardinal Kasper hätten jedoch als Theologie-Professoren bereits die Einsicht formuliert, dass es in der europäischen Tradition drei Grundtypen der Kirchen gebe: die orthodoxen Kirchen, die römisch-katholische Kirche und die Kirchen der Reformation.