12.09.2006

Nachrichtenarchiv 13.09.2006 00:00 amnesty: Merkel soll Wen Jiabao auf Inhaftierungen ansprechen

amnesty international hat vor dem heutigen Deutschland-Besuch (Mittwoch) des chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao einen Appell an Bundeskanzlerin Merkel gerichtet. Stille Diplomatie reiche nicht. Die Kanzlerin müsse deutlich und öffentlich die aktuelle Serie politisch motivierter Gerichtsprozesse in China ansprechen. Die Inhaftierung von Menschenrechtsverteidigern sei an der Tagesordnung. Es gebe aber immer mehr Menschen, die sich in China für die Wahrung der Menschenrechte einsetzten. Diese Entwicklung müsse die Kanzlerin unterstützen, so amnesty international. Ministerpräsident Wen kommt zu einer Wirtschaftskonferenz nach Hamburg, die heute Abend in Hamburg eröffnet wird.