12.09.2006

Nachrichtenarchiv 13.09.2006 00:00 Nüchterne Stimmen aus der Evangelischen Kirche zum Papstbesuch

In der evangelischen Kirche wird der Besuch von Papst Benedikt XVI. mit Blick auf die Ökumene eher nüchtern bewertet. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Huber, sagte, es sei zu keinen positiven Signalen in der Ökumene gekommen. Dies sei aber auch nicht zu erwarten gewesen, da bei dem Besuch in Bayern private und biographische Aspekte im Vordergrund stünden. Der bayerische evangelische Landesbischof Friedrich sagte, grundsätzliche Probleme könnten nicht mit einer Aussage des Papstes beseitigt werden. Eine Annäherung in Fragen wie etwa dem unterschiedlichen Amtsverständnis und einem gemeinsamen Abendmahl brauche noch Jahrzehnte. Der frühere EKD-Ratsvorsitzende Kock äußerte, die Papst-Äußerungen zur Ökumene stellten keinen Kurswechsel dar.