29.08.2006

Nachrichtenarchiv 30.08.2006 00:00 BGH: Unterhaltspflichte brauchen eigene Alters-Vorsorge nicht angreifen

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Unterhaltspflicht von Kindern für ihre mittellosen Eltern eingeschränkt. Demnach dürfe Kapitalvermögen von Unterhaltspflichtigen, das der eigenen Altersvorsorge oder dem Fortbestand der monatlichen Einkünfte dient, nicht angetastet werden, so die Karlsruher Richter. Unter das so genannte Schonvermögen können auch Immobilien fallen. Das Gericht legte fest, dass fünf Prozent des im Laufe des Erwerbslebens erhaltenen Brutto-Einkommens als zusätzliche private Altersvorsorge geltend gemacht werden können.