22.08.2006

Nachrichtenarchiv 23.08.2006 00:00 amnesty wirft Israel im Libanon Kriegsverbrechen vor

Israel hat im Libanon-Krieg vorsätzlich zivile Ziele angegriffen. Das geht aus einem Bericht hervor, den amnesty international heute in Berlin veröffentlicht hat. Die Zerstörung von zahlreichen Häusern, Brücken, Straßen, Wasserwerken und Treibstofflagern habe danach von Anfang an zur israelischen Militärstrategie im Libanon gehört. Amnesty wertet dies als Kriegsverbrechen. Israels Behauptung, es habe sich dabei um so genannte Kollateralschäden im Rahmen rechtmäßiger Angriffe gehandelt, sei auf Grund der Reichweite und des Ausmaßes der Angriffe "schlicht unglaubwürdig". Der Bericht beschäftigt sich laut amnesty ausschließlich mit der Offensive Israels. Die Aktionen der Hisbollah würden auch untersucht.