20.08.2006

Nachrichtenarchiv 21.08.2006 00:00 Staatsanwaltschaft ermittelt nicht gegen Madonna

Gegen den umstrittenen Kreuz-Auftritt der US-Popsängerin Madonna wird es keine Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Düsseldorf geben. Die Szene sei anhand von Videoaufnahmen früherer Konzerte geprüft worden, teilte Staatsanwalt Johannes Mocken am heute mit. Ein Verstoß gegen Paragraf 166 des Strafgesetzbuches, der den Schutz religiöser Überzeugungen vor Beschimpfung und Verunglimpfung regelt, sei nicht festzustellen. Erkennbar sei vielmehr, dass die Sängerin auf die Situation von Aids-Waisen in Afrika aufmerksam machen wolle. Das geschehe zwar auf provokante, aber nicht auf strafbare Weise, so Mocken. Die 48-Jährige tritt auf ihrer Europa-Tournee unter anderem in Jesus-Pose und mit Dornenkrone auf.