16.08.2006

Nachrichtenarchiv 17.08.2006 00:00 Nicaragua leidet unter Mangel an Strom und Wasser

In Nicaragua protestiert die Bevölkerung über tagelange Ausfälle der Strom- und Wasserversorgung in weiten Landesteilen. Zeitungsberichten zufolge ist rund ein Drittel der nicaraguanischen Familien seit Samstag ohne Strom. Der Strommangel bedroht nun auch die Wasserversorgung des Landes, weil viele Pumpen und Aufbereitungsanlagen nicht mehr laufen. Allein in Managua sind rund 400.000 Menschen stunden- oder tagelang ohne Wasser. Der privatisierte nationale Stromversorger "Fenosa" begründet die häufigen Abschaltungen mit einer Finanzkrise. Verbraucherorganisationen in der Hauptstadt Managua sprechen hingegen von Erpressung. Sie werfen "Fenosa" vor, mit den zunehmenden Stromausfällen Subventionen erzwingen zu wollen. Nicaraguas Parlament wird am Freitag in einer Sondersitzung über solche Zuschüsse beraten.