10.08.2006

Nachrichtenarchiv 11.08.2006 00:00 Ausstellung "Flucht und Vertreibung" unter polnischem Protest eröffnet

Die Ausstellung "Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts" ist gestern in Berlin eröffnet worden. Bundestagspräsident Lammert (CDU) mahnte beim Auftakt zum Gedenken an die Opfer der Zwangsumsiedlungen. Polens Ministerpräsident Kaczynski kritisierte die vom Bund der Vertriebenen (BdV) ausgehende Schau scharf. Laut Spiegel online bezeichnete er sie sehr irritierende und traurige Angelegenheit. Die Erinnerung daran, wer der Angreifer und wer das Opfer im Zweiten Weltkrieg gewesen sei, müsse eindeutig bleiben. Auch unmittelbar vor der Eröffnung kam es zu Protesten deutscher und polnischer Demonstranten.-  Unter dem Titel "Erzwungene Wege" präsentiert die auf Initiative des BdV gegründete Stiftung "Zentrum gegen Vertreibungen" rund 280 Dokumente und andere Erinnerungsstücke von 80 Leihgebern aus 14 Ländern.