09.08.2006

Nachrichtenarchiv 10.08.2006 00:00 Erste Ausstellung des Vertreibungszentrums in Berlin

Die erste Ausstellung des umstrittenen "Zentrums gegen Vertreibungen" ist nach anderthalbjähriger Vorbereitung ab morgen in Berlin zu sehen. Unter dem Titel "Erzwungene Wege" werden bis Ende Oktober insgesamt neun Fallbeispiele für Vertreibungen ganzer Volksgruppen im 20. Jahrhundert dokumentiert, vom Völkermord an den Armeniern bis zum Jugoslawienkrieg der 90er Jahre. Die Pläne der Stiftung "Zentrum gegen Vertreibungen" haben seit ihrer Gründung im Jahr 2000 zu erheblichen Verstimmungen im deutsch-polnischen Verhältnis geführt. Hintergrund war die Sorge, dass die deutschen Vertriebenen als die eigentlichen Opfer des Zweiten Weltkrieges dargestellt würden.