01.08.2006

Nachrichtenarchiv 02.08.2006 00:00 Sitzenbleiber und Schulabgänger ohne Abschluss kosten den Staat 7 Milliarden Euro

Sitzenbleiber und Schulabgänger ohne Abschluss kosten den Staat jährlich 7 Milliarden Euro - das hat das Institut der deutschen Wirtschaft in einer Studie ermittelt. Demnach hätten die Jugendlichen meist Schulprobleme, weil das Umfeld zu Hause nicht stimme. Wenn in der Familie nicht Deutsch gesprochen werde, koste das den Nachwuchs zum Beispiel ein Schuljahr. Das Ergebnis sei eine verbreitete "Bildungsarmut", so die Wissenschaftler. Sie schlagen einen Reformkatalog vor, der auf "mehr Vorsorge statt Reparaturen" setzt. Er würde rund 12 Milliarden Euro im Jahr kosten und sieht bundesweite Bildungsstandards bereits im Kindergarten ebenso vor wie eine Kindergartenpflicht und den Ausbau von Ganztagsschulen.