07.07.2006

Nachrichtenarchiv 08.07.2006 00:00 Ärzte ohne Grenzen kritisieren Pharmafirma Abbott

Die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" hat die Pharmafirma Abbott kritisiert. Der US-Konzern verweigere durch überhöhte Preise Patienten in armen Ländern den Zugang zu einem neuen HIV-Medikament, erklärte die Organisation gestern in Berlin. Die Hilfsorganisation warf dem Konzern vor, das Medikament für 500 US-Dollar pro Patient und Jahr nur an eine begrenzte Zahl von Projekten in Afrika zu liefern. Das Unternehmen stelle das Präparat zu diesem Preis aber nicht für Programme in Thailand und Guatemala zur Verfügung. Die Organisation forderte mehr Wettbewerb mit Nachahmeprodukten. Monopole schadeten den Patienten.