05.07.2006

Nachrichtenarchiv 06.07.2006 00:00 Evangelische Kirche plant Reformprozess

Das von der Evangelischen Kirche vorgelegte Papier zur Zukunft des Protestantismus findet überwiegend Zustimmung. Der Vorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU, Rachel, sagte, in der Zukunftsdebatte liege eine große Chance. Es sei richtig, dass der EKD-Vorsitzende Huber nicht abgewartet habe, bis die Entwicklung die Kirche überrolle. Auch der Magdeburger evangelische Bischof Noack begrüßte die Reformvorschläge. Ein Sprecher der "Initiative Kirche von unten" kritisierte, dass in dem Papier deutlich die Sprache von Unternehmensberatern zu erkennen sei. Das sei manchmal komisch und häufig befremdlich. - Die evangelische Kirche will wegen des demographischen Wandels und schwindender Finanzkraft einen umfassenden Reformprozess einleiten. Die Zahl der Landeskirchen soll von 23 auf circa zehn reduziert werden. Das Papier schlägt neue Gemeindeformen vor, die Bildungsarbeit soll intensiviert werden, die Zahl der Landeskirchen halbiert oder die Zahl der Pfarrer verringert. Für das Jahr 2030 nennt die evangelische Kirche als Ziel, dass sich weiterhin etwa ein Drittel der Deutschen zur evangelischen Kirche bekennt. Die Beteiligung an Gottesdiensten soll mehr als verdoppelt werden.