26.06.2006

Nachrichtenarchiv 27.06.2006 00:00 Verbände: menschliches Gewebe und Medikamente nicht gleichsetzen

Spitzenverbände des Gesundheitswesens befürchten, dass der Umgang mit menschlichem Gewebe kommerzialisiert wird. Sprecher von Krankenkassen, Kliniken und Ärzteschaft warnten die Bundesregierung heute davor, menschliches Gewebe mit Arzneimitteln gleichzusetzen. Damit könnten Augen-Hornhaut, Herzklappen oder Knochenmark-Zellen wie Medikamente gehandelt werden. Hintergrund der Proteste der Spitzenverbände ist die überfällige Umsetzung einer EU-Richtlinie in deutsches Recht. Die Experten forderten für die Gewebeentnahme eigene Regelungen losgelöst vom Arzneimittelrecht.