11.06.2006

Nachrichtenarchiv 12.06.2006 00:00 Friedenspreis 2006 geht an den Soziologen Wolf Lepenies

Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhält in diesem Jahr der Berliner Soziologe Wolf Lepenies. Der 65jährige frühere Rektor des Wissenschaftskollegs zu Berlin initiierte ein breit angelegtes Forschungsprogramm zum Thema Islam. Den Austausch vor allem mit den osteuropäischen Nachbarn intensivierte er durch die Einrichtung von Wissenschaftszentren. Der Stiftungsrat würdigte besonders, dass Lepenies sich inmitten der weit verbreiteten Haltungen des Enthusiasmus und der Skepsis für etwas anderes entschieden habe. Er stehe "für den intellektuellen Anstand" und für den Intellektuellen, der für das Gemeinwohl einsteht. Der Friedenspreis wird jährlich auf der Frankfurter Buchmesse in der Paulskirche verliehen. Die seit 1950 vergebene Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert.