04.06.2006

Nachrichtenarchiv 05.06.2006 00:00 Papst : Egoismus des Menschen baut Mauern auf

Papst Benedikt XVI. hat mit zehntausenden Menschen das Pfingstfest gefeiert. Zu dem Gottesdienst auf dem Petersplatz in Rom kamen auch viele Touristen. Der Stolz und der Egoismus des Menschen hätten immer Trennung geschaffen, Mauern der Gleichgültigkeit, des Hasses und der Gewalt aufgerichtet, sagte der Papst in seiner Predigt. Das Christentum aber kenne keine Grenzen.--- Mit rund 350.000 Gläubigen hatte Benedikt XVI. vorgestern ein Abendgebet gefeiert. An dem Pfingst-Treffen nahmen rund 120 geistliche Bewegungen und Gemeinschaften teil. In seiner Ansprache ermutigte der Papst zum Aufbau einer Zivilisation der Liebe. Zugleich forderte er einen verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung und wandte sich gegen eine egoistische Auffassung von Freiheit. Die Begegnung, zu der Benedikt XVI. selbst eingeladen hatte, stand unter dem Motto "Die Schönheit, Christ zu sein, und die Freude, es anderen mitzuteilen". Es war die größte Veranstaltung im Vatikan seit dem Pontifikatswechsel im April 2005. Bei seiner Ankunft wurde Benedikt XVI. begeistert von den zumeist jungen Menschen empfangen. Im offenen Jeep fuhr er eine halbe Stunde grüßend durch die Menge auf dem Petersplatz und der Via della Conciliazione. Neben den Transparenten und Emblemen der geistlichen Gemeinschaften waren auch zahlreiche Nationalflaggen europäischer und lateinamerikanischer Länder zu sehen.