02.06.2006

Nachrichtenarchiv 03.06.2006 00:00 Reform der EU-Arbeitszeitrichtlinie verzögert sich

Die EU-Staaten sind über die geplante Reform der EU-Arbeitszeitrichtlinie nach wie vor uneins. Der in Brüssel tagende Ministerrat für Arbeit und Soziales konnte sich in der Nacht zum Freitag auf keinen Kompromiss festlegen. Deutschland, Großbritannien und weitere Staaten fordern, auch in Zukunft Ausnahmen von der Wochen-Höchstarbeitszeit von 48 Stunden zu erlauben. Frankreich, Schweden und andere Länder lehnen dies ab. Weitgehende Einigkeit herrscht dagegen darüber, dass Bereitschaftsdienste etwa von Klinikärzten nur teilweise als volle Arbeitszeit gewertet werden sollen. Dem Richtlinienentwurf gemäß soll zwischen "aktiver" und "inaktiver" Bereitschaft unterschieden werden.