15.05.2006

Nachrichtenarchiv 16.05.2006 00:00 Friedensdienst: Bundeswehr-Einsatz im Kongo weitgehend nutzlos

Der Internationale Christliche Friedensdienst EIRENE hat sich gegen die Beteiligung der Bundeswehr am EU-Einsatz im Kongo gewandt. Es handele sich um einen rein symbolischen Akt. Die Menschen in den eigentlichen Unruheprovinzen blieben den alltäglichen Gefahren weiterhin überlassen. Seit Jahren würden besonders im Norden und Osten des Kongo immer wieder Ortschaften überfallen, Menschen erschossen sowie Frauen verschleppt und vergewaltigt. Um den Menschen zu helfen, sei eine langfristig angelegte Friedens- und Entwicklungsstrategie nötig. Der Friedensdienst erklärte, die Kosten für den Bundeswehreinsatz in Höhe von 64 Millionen Euro stünden in keinem Verhältnis zu den zu erwartenden Ergebnissen. Für den weltweiten militärischen Einsatz der Bundeswehr stünden immer wieder Millionenbeträge zur Verfügung. Gleichzeitig stagnierten aber die bescheidenen Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit oder würden sogar gekürzt, so der Friedensdienst EIRENE.