11.05.2006

Nachrichtenarchiv 12.05.2006 00:00 Haubner: Sozialpolitik heisst nicht Verteilung von Almosen

Die österreichische Sozialministerin Haubner sieht Arme nicht als Bittsteller. Sie hätten vielmehr das Recht, Respekt einzufordern, und ein Recht auf Selbstbestimmung. Zum Auftakt einer EU-Tagung zur Armut in Brüssel betonte die Ministerin, bei einer modernen Sozialpolitik gehe es nicht um die Verteilung von Almosen. Vielmehr solle der Aufbau einer gerechten und solidarischen Gesellschaft im Vordergrund stehen. Die Rahmenbedingungen in den einzelnen EU-Staaten variierten ganz erheblich. In allen EU-Staaten gelte aber, dass Arbeitslosigkeit, fehlende Bildung, Einwanderer-Herkunft, oder Behinderung das Armutsrisiko erhöhten.