19.04.2006

Nachrichtenarchiv 20.04.2006 00:00 Chaos im Sudan verhindert humanitäre Hilfe

Wegen der anhaltenden Kämpfe und Überfälle ist humanitäre Hilfe in weiten Teilen der sudanesischen Krisenregion Darfur nach Angaben des Roten Kreuzes nicht mehr möglich. Hilfsfahrzeuge würden systematisch geplündert, sagte ein sudanesische Rot-Kreuz-Sprecher. Neben den Auseinander-setzungen von arabischstämmigen Reitermilizen und schwarzafrikanischen Rebellen komme es zunehmend zu internen Auseinandersetzungen der verschiedenen Rebellengruppen. In der Regionen seien rund zwei Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen, sagte der Sprecher. Nach UN-Schätzungen starben bislang bis zu 300.000 Menschen; 2,4 Millionen flüchteten ins Ausland oder wurden innerhalb des nordostafrikanischen Krisenstaates vertrieben.