22.03.2006

Nachrichtenarchiv 23.03.2006 00:00 Kohl: Christen sollen Glauben offensiver vertreten

Altbundeskanzler Helmut Kohl hat die Christen in Deutschland aufgefordert, ihren Glauben offensiver zu vertreten. Es gibt keinen Grund, sich zu verstecken, so Kohl am gestrigen Abend in Münster. Christliche Werte könnten den Menschen Halt geben. Besonders in Sachen Bioethik, Klonen, Abtreibung und Sterbehilfe seien sie eine wichtige Richtschnur. Ausdrücklich bedauerte der Politiker das Fehlen eines Gottesbezugs in der Präambel der EU-Verfassung. Das Kreuz sei zum Zeichen Europas, das Christentum zur Religion des Kontinents geworden, unterstrich Kohl. Deshalb sei es undenkbar, dass Europa sich von den christlichen Wurzeln löse, so Kohl.