08.03.2006

Nachrichtenarchiv 09.03.2006 00:00 Kardinal Wetter warnt vor Missbrauch politischer Macht

Zum Abschluss der Frühjahrskonferenz der katholischen deutschen Bischöfe in Berlin hat der Münchner Kardinal Friedrich Wetter die Politiker gemahnt, stets im Dienst des Gemeinwohls zu handeln. Politische Macht diene allein der Sorge um den Menschen und dem Einsatz für eine gerechte Ordnung. Ein Staat, der nicht der Gerechtigkeit verpflichtet sei, werde zu einer "großen Räuberbande", sagte Wetter unter Verweis auf ein Zitat des Heiligen Augustinus. Dann werde die Macht missbraucht und verkomme. Er betonte weiter, die Ausübung politischer Macht sei im letzten praktizierte Nächstenliebe. Dabei verwies der Münchener Erzbischof auch auf die erste Enzyklika von Papst Benedikt XVI. "Deus caritas est" (Gott ist die Liebe). Der Dienst der Gottes- und Nächstenliebe gehöre zum Wesen der Kirche.