22.02.2006

Nachrichtenarchiv 23.02.2006 00:00 Nigeria: Ausgangssperre nach Gewalt zwischen Muslimen und Christen

Nach neuer Gewalt zwischen Christen und Muslimen im Süden Nigerias haben die Behörden eine nächtliche Ausgangssperre über die Stadt Onitsha verhängt. Dort habe es mindestens 19 Tote und Dutzende Verletzte gegeben, berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Es handele sich überwiegend um Muslime. Laut einer Tageszeitung wurden 2.000 Mann einer Polizei-Sondereinheit in die Region entsandt. Muslime hatten seit dem Wochenende in drei Städten mindestens 25 Christen getötet und Kirchen in Brand gesteckt. Die nigerianische Regierung rief dazu auf, die Gewalt sofort zu beenden. Der Präsident der Christlichen Vereinigung Nigerias, der anglikanische Erzbischof Peter Akinola, erklärte, hinter der Gewalt der Muslime stehe die Absicht, Nigeria in einen islamischen Staat zu verwandeln.