03.02.2006

Nachrichtenarchiv 04.02.2006 00:00 Bundespräsident würdigt Widerstand Bonhoeffers

Bundespräsident Horst Köhler hat den heute vor 100 Jahren geborenen Theologen Dietrich Bonhoeffer gewürdigt. Sein Widerstand gegen den Nationalsozialismus bis zum Tod sei verpflichtendes Erbe. Zugleich weist Köhler darauf hin, dass es für die Deutschen wenig Grund gebe, sich im Glanz des Widerstandskämpfers zu sonnen. Denn der deutsche Widerstand sei eher schmal im Vergleich zu der breiten Unterstützung, auf die Hitler habe zählen können. Das schreibt der Bundespräsident in einem Beitrag für die Frankfurter Rundschau. Die Deutschen sollten sich immer wieder anstecken lassen von "Bonhoeffers Treue zur Menschlichkeit". Der EKD-Vorsitzende Huber sagte, Bonhoeffer gehöre zu den christlichen Märtyrern des 20. Jahrhunderts. Der am 4. Februar 1906 geborene Theologe könne als "evangelischer Heiliger" bezeichnet werden. Die Nazis ermordeten Bonhoeffer wenige Wochen vor Kriegsende im Konzentrationslager Flossenbürg.