28.01.2006

Nachrichtenarchiv 29.01.2006 00:00 Wiener Kardinal fordert Gottesbezug in EU-Verfassung

Der Wiener Kardinal Schönborn hat am Wochenende einen Gottesbezug in der europäischen Verfassung gefordert. Bei dem Streit um die Nennung der christlichen Wurzeln gehe es nicht um Nichtigkeiten. Das sagte Schönborn im Frankfurter Kaiserdom. An dieser Frage entscheide sich vielmehr, ob die europäische Friedensvision auf christlichen Wurzeln gründe.  Der Kardinal betonte, erst durch das Christentum sei es möglich geworden, weltliche Macht nicht zu vergöttlichen und dennoch verantwortungsvoll wahrzunehmen. Im derzeitigen Verfassungstext ist kein direkter Hinweis auf das Christentum enthalten, sondern die Rede von einem "kulturellen, religiösen und humanistischen Erbe".