18.01.2006

Nachrichtenarchiv 19.01.2006 00:00 Industriekritische Initiative rügt geplantes Arzneimittelgesetz

Das geplante Arzneimittelgesetz führt nach Auffassung der BUKO-Pharma-Kampagne zu mehr statt weniger Kosten. Die industriekritische Initiative erklärte, demnach dürfe ein Medikament künftig teurer als der Festpreis sein, wenn es "neuartig" sei oder "einen therapeutischen Fortschritt" darstelle. Das sei "geradezu eine Einladung an die Pharmaindustrie", ohne großen Aufwand noch mehr ähnliche Arzneimittel zu entwickeln. Bislang seien patentgeschützte Medikamente durch Festbeträge begrenzt, wenn sie nicht besser seien als bereits vorhandene. Mit dem geplanten Arzneimittelgesetz, das zum 1. April in Kraft treten soll, will die Bundesregierung die Kosten im Gesundheitsbereich senken. Der im Dezember vorgelegte Entwurf sieht unter anderem einen Preisstopp für Arzneimittel vor. Außerdem sollen Ärzte an den Kosten beteiligt werden, wenn sie über einen bestimmten Betrag hinaus Medikamente verschreiben.