17.01.2006

Nachrichtenarchiv 18.01.2006 00:00 Jede zweite Arztpraxis blieb geschlossen

Mit einem bundesweiten Aktionstag haben rund 20.000 Ärzte gegen sinkende Honorare und zunehmende Bürokratie protestiert. Zahlreiche Arztpraxen blieben deshalb heute geschlossen. In Berlin fand eine Großkundgebung statt. Ärztepräsident Hoppe forderte ein Ende der staatlichen "Geiz-ist-Geil"-Mentalität. Darunter litten die Patienten. Zudem sei inzwischen ein Drittel der Arztpraxen in wirtschaftlicher Not. Stein des Anstoßes ist vor allem das Arzneimittel-Sparpaket der großen Koalition, das im April in Kraft treten soll. Patienten müssen zur Behandlung längere Wege in Kauf nehmen und sich auf Wartezeiten einstellen. - Bundesgesundheitsministerin Schmidt macht für die Situation die Selbstverwaltung der Ärzte mitverantwortlich.