03.01.2006

Nachrichtenarchiv 04.01.2006 00:00 NRW überprüft Praxis der Psychiatrie-Einweisungen

Die Düsseldorfer Landesregierung stellt die Praxis von Zwangseinweisungen in psychiatrische Krankenhäuser auf den Prüfstand. Seit Mitte der Neunziger Jahre würden jährlich rund 20.000 Menschen in NRW gegen ihren Willen in die Psychiatrie eingewiesen, so Gesundheitsminister Laumann (CDU) . Die Betroffenen seien oft wegen schwerer psychischer Störungen oder Suchterkrankungen selbstmordgefährdet oder bedrohten andere. Überdurchschnittlich oft würden alte Menschen, allein Lebende und Wohnungslose eingewiesen. Zwangseinweisungen dürften aber nur die absolute Ausnahme bleiben, so der Minister.