02.01.2006

Nachrichtenarchiv 03.01.2006 00:00 Erzdiözese München schließt Suche nach Zwangsarbeitern ab

Die Erzdiözese München und Freising hat die Suche nach Zwangsarbeitern, die während der Zeit des Nationalsozialismus in kirchlichen Einrichtungen des Erzbistums eingesetzt waren, jetzt mit einer umfangreichen Dokumentation abgeschlossen. Wie Kardinal Friedrich Wetter mitteilte, sind in aufwendigen Recherchen 659 Menschen ermittelt worden. Von diesen konnten 48 noch lebende aus kirchlichen Mitteln entschädigt werden. Im Sommer 2000 waren die katholische und die evangelische Kirche in Deutschland mit dem Vorwurf konfrontiert worden, während des Zweiten Weltkriegs in ihren Einrichtungen Zwangsarbeiter eingesetzt zu haben. Die Deutsche Bischofskonferenz hatte daraufhin einen eigenen Entschädigungsfonds gegründet.